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logo_schalke FC
SCHALKE 04
0:2
(0:1)
RB
LEIPZIG
 
  Tore:  
  0:1 Nusa (37.)
  0:2 Romulo (78.)
 
Samstag, 31. Oktober 2026 15:30 Uhr
Veltins-Arena 61.581
Gelsenkirchen, NRW, DE Fahrrad - 30 km ab DU-Walsum
1. Bundesliga (DE I) 8. Spieltag 2026/27
12 Euro - Stehplatz Kurve (Dauerkarte) 12° C - bewölkt
Schnitzelbrötchen - 5,50 Euro ---
 
 
 
 
 
 
 

Elversberg, Mainz und jetzt das Produkt aus Leipzig. Mein bisheriger Arbeitsnachweis in dieser noch jungen Saison mit dem S04 lässt einen tatsächlich die Frage stellen, ob die erste Liga attraktiver ist als das Unterhaus. Unabhängig von den austauschbaren Gegnern, kriegen die Knappen selbst denkbar wenig auf die Kette. Nicht einmal gegen den Zweitligisten Dresden schaffte man es ein Tor zu schießen und schied folgerichtig sang- und klanglos unter der Woche aus dem Pokal aus. Hier und da vernahm man bereits den ein oder anderen Abgesang und ich konnte es den Journalisten und Meinungsmachern nicht einmal übelnehmen. Ja, die Saison ist noch lang, aber die Saison ist eben auch noch lang. Das kann fies werden. Aber was solls, man nimmt ja trotzdem alles mit, was geht. So schwang ich mich, wie schon vor zwei Wochen, nach dem Mittagessen auf mein Fahrrad und strampelte bei bestem Herbstwetter die gut 30 Kilometer der Arena entgegen. Sollte man gegen den Champion League-Teilnehmer verlieren, hatte man sich zumindest rund um das Spiel sportlich betätigt.

Meine üblichen Mitstreiter in Block K waren heute alle verhindert, sodass ich mich nach etlichen Jahren wieder ins Herz der Nordkurve bewegte. Hier gesellte ich mich zu den jungen Leuten um Max und Flo. Ich hadere noch immer mit mir, ob ich mich dort jetzt jünger oder noch älter gefühlt habe, als ich bin. Statt des gediegenen Supports an unserem Stammplatz, durfte und musste ich mich hier mal wieder etwas mehr ins Zeug legen. Auf der Gegenseite hatten die Kunden aus Fuschl am See etliche leere Plätze im und um den Gästeblock zu verantworten. Auch auf Schalker Seite war das Interesse an Tickets nicht so hoch wie gewohnt und die Kartenbörse hatte vor Spielbeginn noch einige Plätze in allen Kategorien im Angebot. Bei aller Liebe zum Verein und dem Vertrauensvorschuss gegenüber der Mannschaft und dem Trainer, ist es auch nicht sonderlich attraktiv, wenn das eigene Team es nicht einmal probiert aufs Tor zu schießen. Bis auf fünf gute Minuten mit einigen verschenkten Standardsituationen, war Schalke offensiv mausetot.

Zu allem Überfluss schenkte man den Gästen das 0:1. Bereits nach wenigen gespielten Minuten meinte ich zu Max: „Die laufen so lange kreuz und quer durch unseren Strafraum, bis einer unachtsam zutritt“. Wie „unachtsam“ oder besser gesagt dilettantisch Tanaka den Leipziger Romulo dann umtrat, konnte selbst ich nicht erahnen. Der fällige Elfmeter brachte den Taurinjunkies die Führung (37.). Somit war die Hoffnung auf ein dreckiges 0:0 hinüber. Die zweite Halbzeit brachte wenig Neues. Leipzig tat nicht mehr als nötig und erzielte in Folge eines Schalker Ballverlustes im Mittelfeld, im Handumdrehen das entscheidende 0:2 (78.). Muslic brachte mit Lasmes Einwechslung zumindest noch etwas Freude, in die fürs Spielgeschehen weitestgehend viel zu gut aufgelegte Kurve. Doch auch der Goat konnte die Partie nicht mehr rumreißen. Die Stimmung auf Schalke kippt merklich. Die Aufstiegseuphorie scheint nur noch als Erzählung aus längst vergangenen Zeiten. Man hat das Gefühl, dass es jedem im Schalker Umfeld schwerfällt, daran zu glauben, dass wir in naher Zukunft irgendwie ein Tor schießen. Verrückte und harte Zeiten.