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Wappen TuS Chlodwig 1896 Zülpich TUS
ZÜLPICH
5:1
(1:1)
SSV
BORNHEIM
Wappen SSV Bornheim 1924
 
  Tore:  
1:0 Nickisch (29.)  
  1:1 Molongua (40.)
2:1 Nickisch (51.)  
3:1 Püllen (64.)  
4:1 Iskra (70.)  
5:1 Püllen (90.)  
 
Sonntag, 4. Oktober 2026 15:30 Uhr
Sportanlage Blayer Straße 384
Zülpich, NRW, DE Auto - 125 km ab DU-Walsum
Mittelrheinliga (DE V) 6. Spieltag 2026/27
5 Euro 22° C - sonnig
Bratwurst - 3,50 Euro Spezi 0,3l - 2,50 Euro
 
 
 
 
 
 

Wir schreiben das zweite Wochenende der dreiwöchigen Länderspielpause. Heilsbringer Jürgen Klopp hatte es bis jetzt geschafft, mit der Mannschaft gegen die Niederlande einen Punkt zu holen, daheim gegen Griechenland zu verlieren und gegen Serbien zu gewinnen. Das hätte man mit mir als Coach auch erreicht. Mindestens. Daher richtet sich der Fokus hier wieder auf den Fußball, der zählt. Weg vom unsympathischen Hampelmann und seiner Bums-Truppe um Möchtegern-Leader Joshua Kimmich. Hin zur Mittelrheinliga und ihren stolzen drei für mich neuen Aufsteiger. Als erstes packte ich mir davon den TuS Chlodwig Zülpich ins Aufgabenheft. Was für ein Beiname! Vor mehr als 1500 Jahren siegte Frankenkönig Chlodwig in der Schlacht von Zülpich gegen die angreifenden Alamannen. Mein Desinteresse am Mittelalter lässt mich dieses Ereignis leider nicht gescheit einordnen. Immerhin kann ich beschreiben, was ich im heutigen Zülpich gesehen habe.

Alex, Lynn und ich trafen mit gut zwei Stunden Vorlauf zum Spiel in der selbsternannten Römerstadt im Kreis Euskirchen ein. Diese kann sich durchaus sehen lassen. Eine Stadtmauer umrundet, teils gut erhalten, das Zentrum und umfasst dabei stolze vier Stadttore. Leider erwies sich unser anfangs motiviert angegangener Stadtrundgang als ziemliche Belastungsprobe. Die ohnehin bereits erkältete Lynn war am Vormittag in der Wohnung auf eine Wespe getreten und laborierte weiterhin am unvermeidbaren Stich. Während sie vor und bei der Abfahrt gut gelaunt daherkam, schienen die Schmerzen in Zülpich wieder schwer erträglich geworden zu sein. So guckte Alex, dass sie Lynn beruhigte, während ich mich an zumindest einer Halbzeit des Spiels zwischen dem Aufsteiger und dem SSV Bornheim versuchte. Die Zülpicher tragen ihre Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz der Anlage an der Blayer Straße aus. Auch hier ist das künstliche Geläuf für die Zuschauer wohl die bessere Wahl, da der Rasenplatz mit seiner Laufbahn doch sehr weitläufig daherkommt. Der Höhenunterschied zwischen beiden Plätzen ermöglichte es den Schaulustigen zudem, das Spiel aus erhöhter Position zu verfolgen.

Das Publikum war bunt gemischt und entspannt. Viele junge Familien und etliche Rentner wie Helmut und Hubert, die sich neben mir ausführlich über die guten alten Zeiten austauschten. Dabei bot das Spiel selbst viel Gesprächsstoff. Bei herrlichem Wetter kam Zülpich besser ins Spiel und ging nach einer knappen halben Stunde durch einen Beinschuss aus spitzem Winkel verdient in Führung. Bornheims Ausgleich fünf Minuten vor dem Pausenpfiff war aus Sicht der Heimelf sicherlich unnötig. An den Kopfballtreffer nach einer Ecke schloss sich die einzige Druckphase der Gäste an. In der Halbzeitpause gesellte sich Alex mit dem nun endlich schlafenden Nachwuchs zu mir. Lange währte die Ruhe jedoch nicht und es gelang uns nur für gute 15 weiter Minuten Lynn mit einer Waffel bei Laune zu halten. Die Gastgeber führten mittlerweile wieder nach einem tollen Solo (51.), als wir wenig später entschieden, besser aufzubrechen. Ich schnappte mir noch schnell eine Bratwurst für den Weg zum Auto und hörte in meinem Rücken den Jubel über das 3:1 (64.). Dieses leitete den anschließenden souveränen 5:1-Erfolg des TuS Chlodwig ein, der absolut in der Liga angekommen ist.