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TWENTE
ENSCHEDE
1:0
(0:0)
TELSTAR VELSEN Wappen Telstar 1963
 
  Tore:  
1:0 Örjasäter (65.)  
 
Mittwoch, 9. September 2026 18:45 Uhr
De Grolsch Veste 29.000
Enschede, Overijssel, NL Auto - 115 km ab DU-Walsum
Eredivisie (NL I) 3. Spieltag 2026/27
25 Euro 16° C - Regen
2x Twente ham - 12,60 Euro Bier (Grolsch) 0,4l - 5,90 Euro
 
 
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Twentes Arbeitsnachweis präsentiert sich in der noch jungen Saison durchwachsen bis gut. Den Anfang machte die Qualifikation für den Europapokal. Die Tukker starteten in der Europa League-Quali und strichen hier bereits nach dem ersten Duell mit Ferencvaros die Segel. Erfolgreicher lief es in der klassentieferen Conference League, in der man sich nach den Play-off-Spielen gegen Qarabag Agdam für die Ligaphase des Wettbewerbs qualifizieren konnte. In der Eredivisie ist man durchaus im Soll. Vor dem Nachholspiel gegen Telstar Velsen hatte man sieben Punkte aus vier Spielen auf der Habenseite. Mit einem Sieg gegen den kleinen Klub aus Nordholland konnte man an diesem Mittwochabend mindestens auf den fünften Tabellenplatz springen. Heute war jedoch für mich das Drumherum viel wichtiger. Endlich ging es mal wieder mit unserer alten Kleinstgruppe aus Andre, Stevie und mir auf Achse. Dementsprechend groß waren die Vorfreude und der Bedarf sich ausführlich auszutauschen. Vor Ort angekommen hatten wir dann Glück, dass wir eines der raren Zeitfenster ohne Regen erwischten, um die letzten Meter bis zum Stadioneingang zu beschreiten.

Hier ging ist die altbekannten unglaublich steilen und nie enden wollenden Treppen hinauf in den Oberrang. Die Belohnung für den mühsamen Aufstieg wartete bereits – der Twente ham. Hier Herz-Emoji einfügen! Nach der Verpflegung bestand der nächste Tagesordnungspunkt darin, meinen Mitstreitern zu erklären, dass es sich bei den Gästen von Telstar Velsen nicht um einen vom Wege rechten abgekommenen Mobilfunkanbieter handelt. Der Namenszusatz geht auf einen Fernmeldesatelliten zurück, dem Telstar 1, der ein Jahr vor der Entstehung des Fusionsvereins ins All geschossen wurde. Warum benennt man einen Fußball-Klub nach einem Erdtrabanten? Ganz einfach, was war in den Sechzigern moderner und zukunftsorientierter als ein Satellit?! So weit, so gut. Wir hofften natürlich darauf, dass die Gäste heute, bis auf diese spannende Info zum Namen, keine große Rolle spielen würden. Immerhin hatte das wohl kleinste Team der Eredivisie mehr Anhänger vor Ort als erwartet. Ein wirklicher Kassenschlager war das Spiel trotzdem nicht. Ich bezweifle, dass die 29.000 gemeldeten Zuschauer tatsächlich anwesend waren. Es sah eher so aus, als verzichteten viele Dauerkarteninhaber an diesem Mittwochabend auf den Spielbesuch.

Als es sehr schnell und ohne Abtasten auf dem Rasen zur Sache ging, bahnte sich eine torreiche Partie an. Die Gäste gerieten sofort in Bedrängnis und zwei flache Hereingaben in die Mitte hätten die Twente-Treffer eins und zwei zur Folge haben können oder sogar müssen. Obwohl das Tempo der ersten Minuten nicht gehalten werden konnte, habe ich allein in Hälfte eins locker fünf größere Möglichkeiten auf Seiten der Hausherren gezählt. Zählbares kam dabei leider nicht herum. Zum Glück für Twente blieben die Gäste über die gesamte Spieldauer harmlos. Trotzdem – man hat es beim Spiel zwischen Bayern und Schalke gesehen – kann man auch trotz drückender Überlegenheit am Ende mit nahezu leeren Händen dastehen. Irgendwie war es bezeichnend, dass der Siegtreffer dann ziemlich krumm zustande kam. Keine saubere Hereingabe, kein ungestörter Kopfball, stattdessen brachte ein glücklicher Aufsetzer im strömenden Regen, eingesprungen und unter Bedrängnis, in der 65. Spielminute das 1:0. Mit dem Tor im Rücken holte ich die zweite Essens-Runde und während wir speisten, plätscherten die letzten Minuten recht unspektakulär dahin. Es war kein Fußballfest und trotzdem ein willkommener Trip mit Freunden in der Mitte der Woche.