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Wappen RKSV Groene Ster GROENE
STER
2:1
(1:1)
VV
H'JANSDAM
Wappen VV Heerjansdam
 
  Tore:  
  0:1 van der Made (23.)
1:1 Bleijlevens (29.)  
2:1 de Kleijn (63.)  
 
Mittwoch, 2. September 2026 20:00 Uhr
Sportpark Pronsebroek 400
Heerlen, Limburg, NL Auto - 85 km ab Düsseldorf
KNVB Beker (NL P) 1. Vorrunde 2026/27
6 Euro 19° C - wolkig
--- Bier (Alfa) 0,2l - 2,50 Euro
 
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Der niederländische Pokalwettbewerb funktioniert etwas anders als das deutsche Pendant. Während man hierzulande als hauptsächlich über den Landespokal qualifizierter Amateurclub in der ersten Runde auf eine Profi-Mannschaft trifft, ist der Weg dorthin im KNVB Beker etwas weiter und sicherlich auch steiniger. In der ersten Qualifikationsrunde treten Anfang September vor allem Teams aus der fünften, vierten und auch vereinzelt Vereine aus der drittklassigen Tweede Divisie in 32 Partien gegeneinander an. Nach einer weiteren Qualifikationsrunde steigen dann im Hauptturnier die Erst- und Zweitligisten ein, die nicht im Europapokal gefordert sind. In der vergangenen Saison überlebte der Viertligist RKSV Groene Ster aus Heerlen die erste Qualifikationsrunde und scheiterte drei Wochen später denkbar knapp im Elfmeterschießen am SC Genemuiden (ebenfalls Derde Divisie). Die neue Spielzeit bot den Limburgern eine erneute Möglichkeit im Wettbewerb weit zu kommen und vielleicht sogar auf einen etablierten Erstligisten zu treffen.

Für die Elf von Groene Ster galt es dafür, die Hürde VV Heerjansdam zu nehmen. Für Daniel und mich lag nur eine machbare Autofahrt bis knapp hinter die deutsch-niederländische Grenze zwischen dem Feierabend und dem Spielbesuch. Ab Mönchengladbach reisten wir zusammen und trafen mit ordentlich Puffer an der bescheidenen Anlage Pronsebroek ein. Hier war alles etwas kleiner und uriger als gewohnt. Nur drei statt sechs bis sieben Großfelder und auch das kuschelige Vereinsheim war weniger prunkvoll als andernorts. Der Ground selber reihte sich in die Riege der typischen Kunstrasenplätze mit kleiner Tribüne ein, wie man sie in den Niederlanden an jeder Milchkanne findet. Aber natürlich hatte Daniel mit seiner Aussage recht, dass das ja eh alles irgendwann gemacht werden müsste. Vor allem, wenn man wie ich, plötzlich auch in der zweigleisigen Viertklassigkeit mehr als die Hälfte der Anlagen besucht hatte.

Was vielleicht nach lästiger Routine klingt, war es natürlich trotzdem wert. Daniel und ich hatten uns nach dem letzten gemeinsamen Spielbesuch vor drei Monaten viel zu erzählen, das milde Wetter erforderte noch nicht unbedingt eine Jacke und rund um den Platz war zumindest quantitativ einiges los. Somit fehlte nur noch eine gute Partie – hoffentlich ohne Verlängerung oder Elfmeterschießen – für einen grundsoliden Ausflug ins liebgewonnene Nachbarland. Bereits in den ersten Minuten gab es ordentlich was fürs Auge. Der klassentiefere Gast aus Südholland agierte forsch und packte ad hoc einen Fallrückzieher im gegnerischen Strafraum aus, der am Gebälk seinen statischen Meister fand. Wenig später gab es dann den hart erarbeiteten Erfolg für die Gäste, als van der Made den aufgerückten Keeper aus knapp 40 Metern sehenswert überwand (23.). Groene Ster spielte nur sechs Minuten später die UNO-Retourkarte und war aus etwas kürzerer Distanz aber ebenso sehenswert per Heber zum Ausgleich erfolgreich. Mittlerweile war es dunkel geworden und der zweite Durchgang präsentierte sich jederzeit ergebnisoffen, bis Verteidiger de Kleijn die Hausherren ebenso ambitioniert wie sehenswert mit einem Distanzschuss ins linke untere Eck mit 2:1 in Führung schoss (63.). Groene Ster hatte die Favoritenrolle ausgefüllt, das Spiel gedreht und bis zum Abpfiff den knappen Vorsprung erfolgreich verteidigt. Die Freude war entsprechend groß und wer weiß, wann der Ausflug im Pokal endet. Auch wenn die Auslosung am Freitag noch nicht die großen Fische liefert, wird sie in Heerlen sicherlich mit Spannung erwartet.