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< 1294 SPIEL 1.295 1296 >
 
Wappen DJK TuS Hordel 1911 TUS
HORDEL
1:1
(0:0)
SPVGG
ERKENSCHW.
Logo der SpVgg Erkenschwick
 
  Tore:  
  0:1 Heisinger (14.)
1:1 Nishimura (75.)  
 
Sonntag, 09. August 2026 15:30 Uhr
Stadion Hordeler Heide 356
Bochum, NRW, DE Auto - 40 km ab DU-Walsum
Oberliga Westfalen (DE V) 1. Spieltag 2026/27
8 Euro 30° C - wolkig
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Etwas früher als gedacht kamen wir nach einer mehrstündigen Autofahrt am frühen Sonntagnachmittag zurück aus dem Urlaub. Der Kofferraum war recht schnell geleert und die erste Waschmaschine befüllt, sodass sich ein recht großes Zeitfenster öffnete. Alex und Lynn schmiedeten bereits eigene Pläne und ich hatte natürlich auch ein Hopping-Ziel in der Hinterhand. Meine „To-Do-Liste“ für meine obligatorisch zu komplettierenden Ligen war für diese Spielzeit ungewöhnlich lang. Vor allem die Aufsteiger in die NRW-Oberligen kamen nicht aus dem üblichen Pool der Fahrstuhl-Klubs. So hatte ich in Westfalen vier, am Mittelrhein drei und am Niederrhein zwei neue Ziele auf dem Zettel. An den größten Block – die Oberliga Westfalen – wollte ich mich heute heranwagen. Der Aufwand dafür war denkbar gering. Ich saß also wieder im Auto und brachte die etwas mehr als 30 Minuten Fahrtzeit vom Duisburger Norden in den Bochumer Norden entspannt hinter mich. Die DJK TuS Hordel 1911 spielt dort nach 13 Jahren Abstinenz endlich wieder fünftklassig. Ich freute mich über diesen Umstand, da ich im Stadion Hordeler Heide bereits selbst über den Platz fegen durfte.

In der Winterpause 2013/14 wechselte ich aus meiner Heimat in der Ruhrgebiets-Fußball und schnürte nun für den SV Vöde die Fußballschuhe. Ich kam als hoffnungsvoller Offensivspieler für die stark abstiegsbedrohten Preußen und durfte im ersten Testspiel bei der Hordeler Reserve als Stürmer ran. Mir gelang ein Treffer und ich fühlte mich mit meiner Rolle wohl. In der Vorbereitung kristallisierte sich dann trotzdem eine Verwendung in der Defensive als gewinnbringender heraus. Der freundschaftliche Kick in der Wintervorbereitung blieb einer meiner letzten Abstecher in den Angriff. Bei meinem Hopping-Besuch präsentierte ich mich ebenfalls nicht sonderlich angriffslustig. Bei Temperaturen um die 30 Grad, schränkte ich meinen Bewegungsradius stark ein. Zudem war nur ein Teil der Anlage für die Zuschauenden geöffnet, da man für die zahlreichen Gäste aus Erkenschwick einen großzügigen Gästebereich vorbereitet hatte. Alles in allem sorgte das erste Spiel in der neuen Spielklasse für einen starken Zuspruch und ein stimmungsvolles Drumherum.

Vor allem im Schatten des Tribünendachs wurde es richtig voll. Hier probierten auch die hauseigenen „Ultras“ etwas Bewegung in die Massen zu bringen. Dieser Versuch lief jedoch ähnlich erfolglos ab, wie der Auftritt der eigenen Mannschaft. Der Favorit aus dem nahegelegenen Oer-Erkenschwick ging bereits nach 14 Minuten in Führung. Mittelstürmer Heisinger rannte mit viel Geschwindigkeit und Raum aufs Hordeler Tor zu und blieb beim Abschluss nervenstark. Zum Zeitpunkt des Torerfolgs hatte ich mich bereits von meinem Platz in der prallen Sonne verabschiedet und fand einen zumindest teilweise schattigen Fleck nahe dem Eingang. Die Sicht war von hier äußerst bescheiden, ich merkte aber schnell, dass ich hier wenig verpassen würde. Das Spiel war sehr zäh, fehlerbehaftet und nicht wirklich schön anzuschauen. Das lag sicherlich auch an der bereits thematisierten Hitze. Deutlich attraktiver wurde es in der Schlussviertelstunde. Hordel wurde aktiver und drängte erfolgreich auf den Ausgleich. Nach zwei zu kurzen und vom gut postierten Verteidiger weggeköpften Ecken brachte der dritte Versuch im Nachsetzen das 1:1 (75.). Die letzten Spielminuten waren dann komplett offen. Sowohl die Gäste als auch die Hausherren hatten den Siegtreffer mehrmals auf dem Fuß und scheiterten dramatisch. Knüpft die Heimelf an die Schlussphase an, hat sie durchaus die Chance in der Oberliga zu bestehen. Alles davor war zu wenig.