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Wappen FC Balzers FC
BALZERS III
0:6
(0:4)
FC
SCHAAN II
Logo
 
  Tore:  
  0:1
  0:2
  0:3
  0:4
  0:5
  0:6
 
Donnerstag, 6. August 2026 20:15 Uhr
Sportplatz Rheinau 90
Balzers, FL Auto - 10 km ab Triesenberg
Liechtensteiner Cup (FL P) 1. Vorrunde 2026/27
gratis 23° C - bewölkt
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In etwas mehr als zehn Minuten fuhr ich den Berg hinab aus Triesenberg nach Balzers an den Rhein. Hier begann die Pokal-Partie 15 Minuten später, sodass ich kurz nach dem Halbzeitpfiff am Sportplatz Rheinau aufschlug. Mittlerweile hatte die Dämmerung Oberhand gewonnen, sodass ich mich ohne schuldhaftes Zögern bei schlechter werdenden Lichtverhältnissen auf meine Foto-Runde begab. Zuvor erfragte ich jedoch noch flott den Zwischenstand bei einem älteren Herrn hinter der Bande. Die Gäste aus Schaan führten bereits mit 4:0. Hier war die Messe also gelesen. Nicht wirklich verwunderlich, da mit Balzers dritter Mannschaft und Schaarns Zweitvertretung ein Fünft- auf einen Viertligisten traf. Sportliche Spannung durfte ich nicht mehr erwarten. Im Gesamtbild werden auch die Sieger der von mir besuchten Partien – Ruggell 2 gewann noch mit 6:0 in Triesenberg – keine große Rolle im Wettbewerb spielen. Dieser kennt seit jeher eigentlich nur einen Sieger. Über 50 Cup-Titel hat der derzeit in der Schweizer Super League spielende FC Vaduz auf der Habenseite. In diesem Jahrtausend konnte nur der USV Eschen/Mauren einen Streich verbuchen und 2012 den Pokal in den Liechtensteiner Himmel recken. Dagegen wirkt die Vormachtstellung des FC Bayern in Deutschland fast erträglich.

Der FC Balzers ist mit 11 Triumphen die Nummer zwei im Land und gewann den Cup zuletzt 1997. Die eigene Drittvertretung hatte in der neuen Spielzeit bereits in der ersten von fünf möglichen Partien keine Chance. Laut dem Bericht des Verbands hielten die Hausherren im ersten Durchgang noch gut mit. Lediglich vor dem Tor machte man es den Gästen viel zu leicht, sodass diese die bereits erwähnten vier Treffer erzielen konnten. Nach der Pause sah ich von dieser Gegenwehr ziemlich wenig. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der nun völlig überforderten Heimelf. Die Defizite in der Rückwärtsbewegung und beim Tempo waren offensichtlich. Auch bei den haushoch überlegenen Gästen lief natürlich nicht alles rund. Möglichkeiten noch und nöcher landeten in den armen des FCB-Keepers oder im Fangzaun. Wie schon in Triesenberg wurde vor allem beim Abschluss deutlich, auf welchem Niveau man sich hier bewegte. Schlussendlich hätte nach 90 Minuten auch hier ein 0:6 auf der Anzeigetafel gestanden, hätte man diese für die Partie in Betrieb genommen. Das hieß zugleich, dass ich jeweils die torärmeren Durchgänge erwischt hatte.

Immerhin dienten die Spiele in Triesenberg und Balzers im Nachgang noch als Grundlage für eine nette Anekdote. Am Folgetag machten wir den Wander-Dreiklang komplett und begaben uns, nach Österreich und der Schweiz, auch in Liechtenstein auf einen Ausflug in die Berge. Mit Lynn in der Kraxe ging es auf 1.200 Metern Höhe durchs Valünatal. Entlang des Baches führte uns der Weg auf eine Alp-Hütte, in der wir auf eine nahezu gleichaltrige Spielgefährtin für Lynn trafen. Im Gespräch mit ihrer Mutter stellte sich recht schnell heraus, dass wir es nicht mit irgendwem zu tun hatten. Lynn spielte gerade mit der Tochter des wohl verdientesten Liechtensteiner Nationalspielers. Natürlich nutzte ich die Chance für einen „Deep Dive“ in den Fußball des Fürstentums und die Karriere des derzeit beim FC Vaduz spielenden Kickers. Dabei merkte ich abermals, wie sehr mich die Fußballlandschaft der kleinen Nationen interessiert und fesselt. Auch wenn in naher Zukunft kein erneuter Besuch in Liechtenstein geplant ist, werde ich den Pokalwettbewerb, die Nationalmannschaft und den FC Vaduz nun etwas genauer und vielleicht auch mit anderen Augen beobachten.