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Wappen SC Austria Lustenau AUSTRIA
LUSTENAU
1:1
(1:1)
SV
RIED
Logo
 
  Tore:  
1:0 Weixelbraun (26.)  
  1:1 Nasrawe (34.)
 
Sonntag, 2. August 2026 17:00 Uhr
Reichshofstadion 4.178
Lustenau, Voralberg, AT Auto - 15 km ab Götzis
Bundesliga (AT I) 1. Spieltag 2026/27
23 Euro - Sitzplatz Gegengerade 20° C - sonnig
2x Rote - 11 Euro Bier (Mohrenbräu) 0,5l - 5 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Unser kurzer Sommerurlaub, der zugleich die Zeit zwischen dem Ende der Elternzeit und Lynns Eingewöhnung überbrücken sollte, führte uns nach Vorarlberg. Ferien in Österreich – ja wir sind alt geworden. Oder einfach nur Eltern. Natürlich fiel unsere Anreise auf den Ferienanfang in Deutschlands Südwesten, sodass es etwas dauerte, bis Urlaubsfeeling aufkam. Den ersten vollständigen Tag verbrachten wir dann standesgemäß mit einer Wanderung. Mit Lynn in der Kraxe ging es ab dem Parkplatz stolze 600 Meter nach oben auf die Hohe Kugel (1.645 Meter). Auch wenn der sportliche Akt mit Bier, Jause und Schnitzel versüßt wurde, gingen wir es am folgenden Sonntag etwas ruhiger an. Das Wetter war noch immer fantastisch und schmeichelte unserem Tagesziel Bregenz allemal. Nach einem Blick auf die Seebühne ging es das Ufer des Bodensees entlang nach Westen, ehe wir umkehrten und den Nachmittag im Seebad verbrachten. Nach diesem Bonbon für Frau und Kind folgte mein Tageshöhepunkt.

Nach einer knappen Viertelstunde Autofahrt ab der Festspielstadt erreichten wir die Marktgemeinde Lustenau. Nach Dornbirn, Feldkirch und Bregenz ist die Stadt am Rhein die viertgrößte des Bundeslandes. Der Grund für unseren Besuch fand sich jedoch nicht in schnöden Bevölkerungsstatistiken, sondern in der österreichischen Bundesliga. Die hier heimische Austria ist nach zwei Jahren im Unterhaus wieder erstklassig und sollte zum Saisonauftakt den SV Ried empfangen. Gespielt wurde im runderneuerten Reichshofstadion. Da wir einige Minuten entfernt parkten, transportierten wir den Nachwuchs auf gut Glück im Kinderwagen und wurden dafür sogar belohnt. Statt in der Sonne und der langen Schlange am Einlass zu warten, ging es lässig durch den Seiteneingang. Unter der Stehtribüne gab es sogar einen eigens ausgewiesenen Kinderwagen-Stellplatz. Auch im Anschluss lief es reibungslos. Lynn „spielte mit“ und verbrachte die ersten 45 Minuten mit ihren Eltern auf der Tribüne. Sie klatschte und wippte zum Gesang der erstaunlich gut aufgelegten Gästefans und rief ab und an: „Tor!“. Auch wenn sie den passenden Moment noch nicht traf, wäre der Ausruf doch zwei Mal begründet gewesen.

Standesgemäß umjubelt ging das bis dahin spielbestimmende „Luschnou“ nach 26 Minuten und einem sauberen Angriff in Führung. Ried glich acht Minuten später aus. Den zweiten Durchgang verbrachten Alex und Lynn auf dem stadioneigenen Spielplatz. Ein Traum für den hoppenden Papa. Ich wandte mich somit wieder dem Stadion und dem Spielgeschehen zu. Beim Umbau hatte der Ground einen einzigartigen Charakter bekommen. Holz dominierte überall und fand dort, wo es ging, seine Verwendung. Stufen, Pfeiler, Dach – fast alles war aus Holz. Ebenso auffällig und schick kamen die Flutlichtmasten daher. Nicht aus Holz, aber als eckige Betonsäulen. Auch wenn die Partie stets unterhaltsam war und auch der Support das Spiel angemessen untermalte, blieb das kleine Stadion am großen Fluss der Star des Abends. Auf dem Rasen blieb es indes bei der leistungsgerechten Punkteteilung, auch da Rieds Treffer zum 1:2 vom VAR einkassiert wurde. Zudem markierte sich Lynn ihren fünften Länderpunkt. Ihre Mama Nummer 29. Mir fehlen in Österreich nun noch vier Erstliga-Grounds.