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Der 34. und damit zugleich letzte Spieltag
der Zweitliga-Saison 2025/26 markierte den dritten Akt der
Schalker Aufstiegs- und Meisterfeierlichkeiten. Vor zwei Wochen
machte man mit einem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr
in die Bundesliga perfekt. Am Tag danach machten die Ergebnisse
der Konkurrenz den S04 auf der Couch zum Zweitliga-Meister. Eine
Woche später beim sportlich nun absolut irrelevanten
„Freundschaftsspiel“ in Nürnberg, war ich endlich Teil der Party
und erlebte die gelöste Stimmung hautnah. Auch fürs
abschließende Heimspiel gegen Braunschweig waren die Tickets
extrem begeht und jeder, der es mit Königsblau hält, wollte
dabei sein. Schließlich gab es im Anschluss an die Begegnung die
Meisterschale - oder genauer gesagt, die Radkappe – und eine
erneute Feier mit den Aufstiegshelden. Nicht zu vergessen die
Choreo. Es ist bereits Tradition, dass sich die Arena am letzten
Spieltag der Saison im Unterrang in weiß und im Oberrang in blau
kleidet. Passend dazu gab es in beiden Farben Motto-Shirts, die
bereits am Vortag verkauft wurden und rund um die Arena für
einen riesigen Andrang sorgten.
Ich war am Vorabend der Begegnung sicher
von meinem Kurztrip nach Malle zurückgekehrt. Das
Zweitliga-Finale versprach am heutigen Sonntagnachmittag
deutlich mehr Spannung als das Pendent im Oberhaus. Dieses
verfolgten ein Teil der Meute inklusive mir bei bestem Wetter am
Ballermann in Frank’s Schalker Repräsentanz. Bei deutlich
niedrigeren Temperaturen schlugen Alex und ich zum Spiel gegen
Braunschweig auf dem Berger Feld auf. Wo wir sonst noch
entspannt anreisen und parken, war es heute pickepackevoll. Das
lag auch und vor allem am fortgesetzten Verkauf der Shirts. In
Block K warteten bereits Kirsten und Andre für den letzten Tanz
der Saison auf uns. Während es für Schalke sportlich „nur noch“
um das Erreichen der 70-Punkte-Marke ging, waren die Gäste aus
Niedersachsen noch in der Verlosung um den verbleibenden
Abstiegs- oder der Relegationsplatz. Mit dem Einlaufen beider
Mannschaften fanden sich die wohl ziemlich angespannten
Gästefans inmitten einer großflächigen und abermals
beeindruckenden Choreo zu Ehren des „Kaiser im Revier“ wieder.
Während die Choreo mal wieder Schalkes Rolle als Nummer eins auf
den Rängen untermauerte, lieferte die Stimmung während der
anschließenden 90 Minuten nur selten ab.
Wer will es den Anhängern der Knappen
verübeln? Auch bei mir war, obwohl ich beim entscheidenden Spiel
gegen Düsseldorf nicht anwesend war, ordentlich die Luft raus.
So kam die Begegnung als fast schon lästiges Beiwerk vor den
späteren Feierlichkeiten daher. Die Darbietung auf dem Rasen tat
ihr Übriges. Trotz diverser ansehnlicher Aktionen und des
abermals minimalistischen Schalker Siegs, merkte man allen
Beteiligten an, dass hier keine 110 Prozent abgerufen wurden.
Spannend, dass das auch für die akut abstiegsbedrohten Gäste
galt. Ob es hier am Können oder am Wollen lag? Immerhin
zeichnete sich früh ab, dass der BTSV mit der knappen Niederlage
über dem Strich bleiben würde. Da die Partie selbst wenig
hergab, blickten viele Schalker in der Arena regelmäßig aufs
Telefon, da es auf den anderen Plätzen heiß herging. Oben liefen
Elversberg und Paderborn hinter Schalke ein. Die Braunschweiger
Rivalen aus der niedersächsischen Landeshauptstadt spielten
gegen den Glubb nur Remis und bleiben zweitklassig. Braunschweig
war am Ende ein Tor besser als Fürth auf dem Relegationsplatz
und zwei Tore besser als der kommende Drittligist Düsseldorf.
Die anschließende Meisterfeier verlief tatsächlich weitestgehend
ereignislos.
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