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Wappen FC Progrès Niedercorn PROGRES
NIEDERKORN
1:0
(0:0)
FC RODANGE Wappen FC Rodange 91
 
  Tore:  
1:2 Natami (90.)  
 
Sonntag, 26. April 2026 18:30 Uhr
Stade Jos Haupert 220
Niederfeulen, Diekirch, LU Auto - 25 km ab Strassen (Doppler)
National Division (LU I) 26. Spieltag
10 Euro 18° C - sonnig
Mettwurscht - 5 Euro Cola 0,3l - 4 Euro
 
 
 
 
 
 

Gerne hätte ich meinen Besuch in Strassen mit einem x-beliebigen, noch offenen Zweitliga-Ground kombiniert. Nach der Komplettierung der ersten Liga wird das nun scheinbar mein neues Jagdgebiet im Großherzogtum. Leider finden in Luxemburg noch immer nahezu alle Partien des Wochenendes – egal in welcher Liga – zeitgleich am Sonntag um 16 Uhr statt. Immerhin bildete an diesem 26. Spieltag die Partie zwischen Niederkorn und Rodingen eine Ausnahme. Der Anpfiff um 18:30 Uhr gab mir genug Zeit die kurze Strecke ab dem Abpfiff in Strassen ins Minette hinter mich zu bringen. Den Differdinger Ortsteil Niederkorn besuchte ich mit Micha bereits bei einem Doppler in Kombination mit Schifflingen Ende März 2024. Nun brachte mir der Spielplan der National Division also einen erneuten Besuch. Und warum nicht?  Das Wetter passte noch immer und der Traditionsverein und Altmeister FC Progres kehrte nach einigen Monaten im Exil zurück ins Stade Jos Haupert. Ich war also gespannt, was ich nach zwei Jahren alles Neues entdecken würde. Was soll ich sagen? Ich war etwas verwundert, als ich die Tribüne, die Gegengerade und auch die Funktionsgebäude im gleichen Zustand wie damals vorfand. Bis hierher ergaben sich für mich zwei Aufgaben, die es während der anstehenden Partie zu absolvieren galt.

Die erste ergab sich aus der Parkplatzsituation. Meine späte Ankunft im Rahmen des Dopplers bescherte mir eine letzte recht fragwürdige Parklücke, in der mein Auto doch recht offensichtlich in die Fahrbahn ragte. So begab ich mich im ersten Durchgang im 10-Minuten-Takt an den Zaun, um die Lage zu checken. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in der Halbzeitpause mein Auto umgeparkt hatte. Heute war es dann so weit. Sicher ist sicher. Zweitens wollte ich in Erfahrung bringen, was sich nun am Ground geändert hatte und einen zwischenzeitlichen Umzug ins Städtische Stadion Differdingens notwendig machte. Ein kurzes Gespräch mit einem der Männer vom Bierausschank half hier weiter. Man hatte den Rasen komplette erneuert und ja, das Geläuf sah wirklich zum Anbeißen aus. Beruhigter durch das nun regelkonform abgestellte Gefährt und klüger durch die Information zum neuen Rasen, ging es für mich in den hoffentlich ereignisreicheren zweiten Durchgang. Die ersten 45 Minuten waren, wie schon zuvor in Strassen, nicht erwähnenswert bis schwach.

Immerhin gab es von der Tribüne einen ordentlichen Support und eine Begrüßung mit Raketen und Rauch. Vielleicht ist meine Sicht verzehrt oder durch den zeitlichen Abstand getrübt, aber auch der etablierte Progres-Anhang rangiert meilenweit hinter dem, was wir mit Grevenmacher in den frühen 10er-Jahren ablieferten. Auch das Dutzend mitgereister und organisierter Fans des FC Rodange riss hier und heute keine Bäume aus. Und so sah es im Nierkorner Stadion ähnlich aus wie zuvor in Strassen. Das gemeine Publikum suchte entweder Schatten oder Sonne und genoss die Witterung mehr als das Spiel. Guckte man ins Smartphone oder wie so manche Zuschauerin ins mitgebrachte Buch, würde man mit hoher Wahrscheinlichkeit wenig verpassen. So vergingen die Spielminuten, während die Sonne sich langsam hinter den Bäumen und Gebäuden auf Seiten der Haupttribüne aus dem Staub machte und es merklich abkühlte. Auf dem Platz blieb es mau. Wie so oft hatte das Kellerkind, in diesem Fall Rodingen, am Ende trotzdem das Nachsehen. In der vierten Minute der Nachspielzeit machte Niederkorns Natami mit seinem Treffer aus der Rückkehr ins Stade Jos Haupert ein Fest.