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Wappen  Eimsbütteler BC 1911 HEBC 1:4
(1:2)
SC VICTORIA
HAMBURG
Wappen SC Victoria Hamburg 1895
 
  Tore:  
  0:1 Heider (27.)
  0:2 Arndt (50.)
1:2 Köhler (73.)  
2:2 Magens (82.)  
 
Sonntag, 22. März 2026 10:45 Uhr
Professor-Reinmüller-Platz 110
HH-Eimsbüttel, Hamburg, DE Auto - 5 km ab HH-Altona
Oberliga Hamburg (DE V) 28. Spieltag
6 Euro 11° C - sonnig
Krakauer - 3,50 Euro 2x Bier (Holsten Edel) 0,3l - 7 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Das Konzert in der Hamburger Sporthalle am Vorabend hatte ordentlich abgeliefert. Vor ausverkauftem Haus holte Savas zu unserer Begeisterung unter anderem die Deutschrap-Legenden Olli Banjo, Curse und Dendemann mit auf die Bühne. Am Sonntag-Vormittag wechselten Felix und ich von der Rap-Champions League in die fünftklassige Oberliga Hamburg. Dort stand für mich ausnahmsweise ein Re-Visit auf dem Plan. Wenn man bedenkt, dass ich nur etwas mehr als 100 meiner bisher besuchten Stadien mindestens einen zweiten Besuch abgestattet habe, gehört der Professor-Reinmüller-Platz nun also zu einem erlesenen Kreis. Das lag einerseits an der entspannten Atmosphäre vor und als auch und mitunter vielleicht sogar vordergründig, an der ungewöhnlichen Anstoßzeit beim HEBC. Der frühe Start um 10:45 Uhr am Sonntagvormittag war prädestiniert für einen Doppler und passte so auch heute bestens in meine Planungen. Eingeläutet wurde der Fußball-Tag mit dem ersten Holsten Edel des Tages. Schon allein dafür lohnte sich der Besuch der Partie gegen den SC Victoria.

Bei bester Verpflegung - die Krakauer kam tatsächlich im Brötchen (sic!) – und bestem Wetter, brauchte die Partie dann ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Die Victoria reiste als Favorit nach Eimsbush und trat dementsprechend selbstbewusst auf. Trotzdem benötigten die Gäste für ihren Führungstreffer in der 27. Minute die freundliche Unterstützung des HEBC-Schnappers, der unter einen eigentlich ungefährlichen Abschluss durchtauchte und dann verdutzt ins zappelnde Netz blicken musste. Drei Minuten später riss eine äußerst harte Schiedsrichter-Entscheidung bei mir frisch verheilte Wunden auf. Ein HEBC-Verteidiger stoppte einen schnellen Angriff der Victoria mit einem ausgestellten Bein und wurde zur Überraschung aller Beteiligten vom Feld verwiesen.  Warum der Referee diesen Einsatz als Notbremse ansah, obwohl der Stürmer den direkten Zug zum Tor kurz vor dem Foul abbrach, weiß er sicherlich nur selbst. Bitter, dass es in einer ähnlichen Szene wenige Minuten zuvor auf der anderen Seite nur gelb gab. Die mehr als strittige Entscheidung und die fehlende Linie erinnerten mich natürlich an den „Fall Dzeko“ am vergangenen Wochenende.

Da passte es ins Bild, das die bis dato tapferen Hausherren, mit in dieser Situation wenig Gegenwehr, fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff das 0:2 kassierten. Was nach der vermeintlichen Vorentscheidung passierte, überraschte und fesselte uns dann zugleich. Beginnend mit dem 1:2 durch Tjorven Bastian Dan Köhler (als hätte ich hier unbedingt die Zeilen zu füllen…) brachte sich der weiterhin mutig auftretende HEBC zurück ins Spiel. Plötzlich gelang den Gästen immer weniger und stattdessen schweifte unser Blick immer öfter nach rechts, wo sich der Strafraum der Victoria befand. Und was soll man sagen, der Fußball bleibt eben Fußball und der Gast gab den Sieg in der Schlussphase tatsächlich noch aus der Hand. Jede Leserin und jeder Leser kann sich vorstellen, wie groß der Jubel der 60 Minuten in Unterzahl spielenden Eimsbüttler ausfiel, als zehn Minuten nach dem Ausgleich in der 82. Minute tatsächlich das 2:2 als Endergebnis auf der Anzeigetafel stand. Nach diesem wilden Ritt verabschiedete ich mich von Felix und brach unter leichtem Zeitdruck alleine in Richtung Todesfelde auf.