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Wappen SV Holthausen/Biene 1931 SV HOLTH.
BIENE
3:3
(1:1)
SC SPELLE-
VENHAUS
Wappen SC Spelle-Venhaus 1946
 
  Tore:  
  0:1 Kemna (3.)
1:1 Elfert (32.)  
  1:2 Popov (64.)
  1:3 Schmitz (ET., 67.)  
2:3 Looschen (78.)  
3:3 Olthoff (84.)  
 
Mittwoch, 18. März 2026 19:30 Uhr
Stadion Biener Busch 617
Lingen, Niedersachsen, DE Auto - 155 km ab DU-Walsum
Oberliga Niedersachsen (DE V) 12. Spieltag
4 Euro 8° C - wolkenlos
Mantateller - 7 Euro Bier (Veltins) 0,3l - 2,50 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Ab und an trifft man bei der Auswahl seiner Spiele gute Entscheidungen. So entschied ich mich an diesem Mittwochabend, an dem zwei Nachholspiele lockten, für das deutlich bessere Programm. Hätte die räumliche Nähe den Ausschlag gegeben, hätte ich in Monheim im neuen Zuhause der Sportfreunde Baumberg die Oberliga Niederrhein wieder komplett machen können. Da es sich bei der Ansetzung jedoch um das Eröffnungsspiel und die Partie gegen das Staffel-Zugpferd Uerdingen handelte, war der klassische Hopper-Fasching vorprogrammiert. So begutachteten einige hundert Gleichgesinnte sich selbst und einen müden 1:0-Sieg der Gäste. Ich strich stattdessen mit etwas mehr Fahrtweg das Stadion Biener Busch in Lingen von meiner ToDo-Liste. Die Fahrt ins Emsland war wie immer unaufgeregt und brachte erst etwas Thrill, als es ums Parken ging. Ein halbes Dutzend Ordner wies die Fahrzeuge ein und lotste mich dabei tatsächlich durch den namensgebenden „Busch“.

Auch beim SV Holthausen Biene gab es an diesem anfangs milden Frühlingsabend unter der Woche ein großes „Hallo“. Obwohl de facto bereits sang- und klanglos abgestiegen, schaffte es der Oberliga-Aufsteiger zum Emsland-Derby gegen Spelle-Venhaus offiziell mehr als 600 Zuschauer zu begrüßen. Auch wenn es für mich nicht so voll aussah, nehme ich diesen ordentlichen Wert gerne in meine Statistik auf. Während die Hausherren die Oberliga Niedersachsen im Sommer nach unten verlassen werden, schielen die Jungs aus Spelle wohl mit einem Auge nach oben. Bevor es auf dem Rasen bereits früh zur Sache ging, wurde ich den Gedanken nicht los, dass das Stadion Biener Busch so auch als einer meiner geschätzten niederländischen Amateurgrounds durchgehen könnte. Dafür fehlten allerdings der Kunstrasen, das einladende Vereinsheim und die weiteren sechs zur Anlage gehörenden Großfelder. So war es dann eben doch „nur“ ein besserer deutscher Oberliga-Platz.

Dafür knallte die Partie mächtig. Die mitgereisten Anhänger aus Spelle durften bereits nach einer per Kopf geschickt verlängerten Ecke in der dritten Minute jubeln. Die Außenseiter und Gastgeber steckten den frühen Rückstand jedoch gut weg und glichen kurios aus. Nach einem kurzen Anspiel seines Torwarts beim Abstoß griff Spelles Dosquet gedankenversunken mit der Hand nach dem Ball (32.). Elfmeter. Ausgleich. Sachen gibt’s. Doch das sollte nicht alles gewesen sein, über das man später sprechen würde. Kurz nach der Pause sah Holthausens in Spelle ausgebildeter Kapitän Lindenschmidt Gelbrot. In Unterzahl wehrte sich die Heimelf tapfer und musste doch zwischen der 60. und 70. Spielminute einen Doppelschlag hinnehmen, der wohl die Vorentscheidung markierte. Das dachten sich auch etliche Anhänger, die den mittlerweile frischen Abend gegen ihr Sofa eintauschten und das Gelände verließen. So verpassten sie die nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd, die im wild umjubelten Ausgleich in der 84. Minute mündete. Für mich war das natürlich ein grandioses Fest. Auch beim Gastgeber werden viele trotz der weiterhin aussichtslosen Lage mit einem Lächeln eingeschlafen sein. Bei den spät bestraften Gästen zeigt sich sicherlich ein anderes Stimmungsbild.