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Wappen VfL Bochum 1848 VFL
BOCHUM
1:1
(0:1)
1. FC
NÜRNBERG
logo_fcn
 
  Tore:  
  0:1 Zoma (38.)
1:1 Onyeka (72.)  
 
Samstag, 7. Februar 2026 18:30 Uhr
Ruhrstadion 26.000
Bochum, NRW, DE Auto - 50 km ab DU-Walsum
2. Bundesliga (DE II) 23. Spieltag
29 Euro - Sitzplatz Kurve 5° C - Regen
Currywurst - 4,90 Euro 2x Bier (Fiege) 0,5l - 11 Euro
 
 
 
 
 
 
 

Das hat mich dann doch ein wenig verwundert. Stolze sechs Jahre ist mein letzter Besuch im Bochumer Ruhrstadion her. Im Februar 2020 besuchte ich mit Tommy das Auswärtsspiel seines HSV beim VfL. Das es nun so lange dauerte, bis es mich erneut an die Castroper Straße zog, ist ungewöhnlich. Immerhin ist das Ruhrstadion mit nun 20 Besuchen einer meiner Top-5-Grounds. Nur auf Schalke und im Berliner Olympiastadion wurde ich öfter vorstellig. An diesem Freitagabend sollte der Glubb seine Visitenkarte beim Bundesliga-Absteiger abgeben. Schon nach 22 Spieltagen ist die Gefühlslage in beiden Lagern ähnlich. Irgendwie hatte man sich mehr von dieser Zweitliga-Saison erhofft. Die Gäste aus Franken konnten in der jüngeren Vergangenheit größere Transfererlöse erzielen, ohne in der Folge eine Mannschaft aufzubieten, die um den Aufstieg mitspielen kann. So erzeugte auch die Vertragsverlängerung von FCN-Trainer und Weltmeister Miro Klose ein höchstens gemischtes Echo. Der VfL startete mit den natürlichen Zielen eines Absteigers in die Spielzeit. Nachdem man anfangs mächtig abschmierte, bekam man unter dem äußerst beliebten Neu-Coach Uwe Rösler die Kurve und steht wie der Club zumindest im vermeintlichen Niemandsland der Tabelle.

Andre und ich hatten für das Freitagabendspiel immerhin zwei Karten nahe des Gästeblocks ergattert. Ich will nicht in die regelmäßige Schwärmerei rund um die Bochumer Spielstätte einsteigen. Im Rahmen des Nötigen ist das Ruhrstadion aber ein ziemlich perfekter Old School-Ground. Da schaut man auch mal drüber hinweg, dass das Catering lediglich Bratwürste zu bieten hat. Und, dass diese dann nur unwesentlich größer sind als die Nürnberger Variante. Auch wenn wir uns gerne adäquat versorgt hätten, waren Andre und ich ja nicht zum Futtern hier. Die Atmosphäre stand dann schon mehr im Mittelpunkt. Nach dem wie immer schönen Einlauf der Teams zu Grönemeyers Bochum ging es bei bestem Fritz-Walter-Wetter auf dem Rasen zur Sache. Die Bochumer Ostkurve machte währenddessen wenig Eindruck, was aber auch am direkt neben uns liegendem Gästeblock gelegen haben könnte. Dieser machte gut Dampf und sorgte mit der Kombination aus stetigem Pyro-Einsatz und den konsequenten Belehrungen des Stadionsprechers für ein wenig Regelmäßigkeit.

Auf dem Platz ging es indes munter hin und her. Der erste Durchgang war stark umkämpft und hatte nur wenige Torraumszenen zu bieten. Anders als einige „Experten“, sah ich den Club nicht wirklich stärker. Für uns kam das Nürnberger 1:0 durch den derzeit bärenstarken Zoma daher recht überraschend (38.). In der Halbzeitpause tauschten wir uns kurz mit Stevie aus, der nur wenige Reihen unter uns saß. Mit dem Wiederanpfiff ging es ähnlich weiter wie zuvor. Zwei am Ball ziemlich starke Mannschaften begegneten sich noch immer auf Augenhöhe. Allerdings kündigte sich der Bochumer Ausgleich (72.) schon etwas früher an. Dass dafür ein unglücklicher Handelfmeter herhalten musste, war aus Sicht der Franken natürlich ärgerlich. Trotzdem habe ich selten ein so leistungsgerechtes Unentschieden erlebt. Die Punkteteilung zementiert den Status beider Teams irgendwo im Nirgendwo. Immerhin holte der Club an der Castroper einen Punkt mehr als die befreundeten Knappen.