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Wappen FC Mamer 32 FC
MAMER 32
2:1
(0:0)
JEUNESSE
ESCH
Jeunesse Esch logo.svg
 
  Tore:  
1:0 Teles Santos (72.)  
2:0 Muric (73.)  
  2:1 ???
 
Sonntag, 15. Februar 2026 16:00 Uhr
Stade Francois Trausch 235
Mamer, Capellen, LU Auto - 310 km ab DU-Walsum
National Division (LU I) 17. Spieltag
10 Euro 1° C - Schnee
2x Mettwurscht - 10 Euro Bier (Diekirch) 0,3l - 4 Euro
 
 
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Im Oktober erschien in der Süddeutschen Zeitung ein kleiner Bericht zum Stadion-Sammeln, der mein „Wirken“ kurz beleuchtete. Darin griff der Autor die angekündigten kommenden Spiele meiner Startseite auf und kündigte den aufgeführten Besuch im Stade Francois Trausch im luxemburgischen Mamer an. Zwischenzeitlich hatten sich meine Pläne jedoch geändert und so ging es nach Hannover, statt nach Luxemburg. Wenige Wochen später verhinderte ein Schneesturm den nun fest anvisierten Besuch beim FC Mamer. Micha und ich standen schon vor dem Ground und mussten aufgrund der landesweiten Generalabsage unverrichteter Dinge nach Hause fahren. Auch an diesem Wochenende Mitte Februar gab es diverse Irrungen und Wirrungen. Ein erneuter Wintereinbruch machte den ursprünglich geplanten Trip an die Nordsee futsch. Dieses Mal zugunsten eines Spielbesuchs im Großherzogtum.  Doch auch dort sollte es kalt werden und schneien, sodass ich mit recht viel Optimismus und einer Schippe Mut das Tagesziel Stade Francois Trausch ansteuerte.

Durch die teils eisigen Ardennen ging es über die belgisch-luxemburgische Grenze ins gelobte Land und in Richtung des vorletzten noch fehlenden Grounds der National Division. Der Aufsteiger FC Mamer fand sich vor der Partie gegen den früheren Serienmeister Jeunesse Esch am Tabellenende wieder und war an diesem Sonntagnachmittag sicherlich der Underdog. Der Spielausgang war mir bei meiner Ankunft jedoch denkbar egal. Viel wichtiger: Die Partie wird angepfiffen! Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt konnte ich also in Ruhe Fotos schießen und mir die erste von zwei Mettwürschten genehmigen. Spricht man über das Stadion des FC Mamer, sind neben der Tribüne mit gelben Akzenten wohl vor allem die herrschaftlichen Bauten im Rücken der unbebauten Gegengerade erwähnenswert. Ansonsten musste hier die Begegnung selbst die Höhepunkte setzen. Auch wenn mir zu meinen Zeiten mit Grevenmacher eine Abneigung gegenüber den Gästen von der „Grenz“ eingeimpft wurde, hoffte ich auf viele Tore. Meinetwegen auch auf ein Schützenfest im Duell David gegen Goliath.

 Was bekam ich stattdessen? Ein torloses Remis zur Pause. Die zweite Mettwurscht und ein frisches Diekirch spülten den Frust über einen ersten Durchgang ohne echte Chancen zum Glück weg. Zeitgleich setzte der angekündigte Schneefall ein und sorgte dafür, dass auch ich mich unter dem schützenden Dach der Tribüne verkroch. Der Kunstrasenplatz war nun ein Ort voller Unzulänglichkeiten und Rutsch-Einlagen. Trotzdem oder gerade deswegen wurde es in den Strafräumen spannender. So konnte ich meinen Augen kaum trauen, als die Hausherren sich sauber in die Gefahrenzone kombinierten und souverän zum 1:0 trafen (72.). Kaum war die Begegnung wieder angepfiffen, wiederholte sich das Bild und der Ball zappelte zum 2:0 für den Tabellenletzten im Netz. Leicht amüsiert blickte ich in die fassungslosen Gesichter der zahlreichen Gästeanhänger. Den Jeunesse-Fans und ihrer Mannschaft war der späte Anschlusstreffer sicherlich kein Trost. Während Mamer feierte, hatte ich eine wilde Rückfahrt samt Schneechaos in der Eifel vor der Brust. Zum Glück gings gut!