HeaderHerne
StartseiteÜberSpieleStadien
LandkartenTrophäenVerweiseImpressum

< 1251 SPIEL 1.252 1253 >
 
logo_schalke FC
SCHALKE 04
2:2
(0:0)
1. FC
K'LAUTERN
Wappen 1. FC Kaiserslautern 1900
 
  Tore:  
  0:1 Prtajin (61.)   
  0:2 Prtajin (84.)   
  1:2 Dzeko (87.)   
  2:2 Karaman (90.)   
 
Sonntag, 24. Januar 2026 13:30 Uhr
Veltins-Arena 62.077
Gelsenkirchen, NRW, DE Auto - 35 km ab DU-Walsum
2. Bundesliga (DE II) 19. Spieltag
12 Euro - Stehplatz Kurve 1° C - bewölkt
--- ---
 
f
 
 
 
 

Mit einem großem Batzen Ernüchterung im Gepäck kam in nach dem Schalker Rückrundenauftakt in Berlin zurück nach Hause. Die Diskussionen um die Notwendigkeit des Stimmungsboykotts innerhalb der Schalke-Familie übertönten dabei den schwachen Auftritt des Tabellenführers. Wenig später sollte jedoch ein anderes Thema die Nachrichten rund um den S04 bestimmen. Mitte der Woche vermeldete Königsblau tatsächlich den Wechsel des Alt-Stars Edin Dzeko. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig schloss sich im Spätherbst seiner Karriere den Knappen und der Mission Bundesliga-Aufstieg an. Ganz ehrlich, ich weiß natürlich was Dzeko geleistet hat und noch immer leisten kann. Den immensen Hype um die Verpflichtung des 39-jährigen Stürmers, konnte ich dann aber nicht nachvollziehen. Vielmehr war ich gespannt auf den Auftritt der Knappen am frühen Sonntagnachmittag gegen den 1. FC Kaiserslautern. In der Hinrunde waren die Pfälzer eines der wenigen Teams, das die Knappen besiegen konnte. Bei bestem Sommerwetter mussten die Schalker damals eine unglückliche und unverdiente Niederlage auf dem Betzenberg verkraften.

Ende Januar war die Witterung eine andere und dick eingemummelt machte ich mich auf dem Weg zum Berger Feld. Währenddessen bewegte sich im Schalker Newsfeed so einiges. Top-Stürmer Moussa Sylla stand wohl nicht im Kader und war stattdessen auf dem Abflug in die MLS. Das war überraschend aber aufgrund der kolportierten Ablösesumme von 7 Millionen Euro absolut nachvollziehbar. Ebenso überraschend kam der Choreo-Flyer der mir am Eingang des Blocks, zusammen mit einer schmucken Wintermütze, überreicht wurde. Scheinbar holte die UGE in dieser Saison alle Kurvenbilder nach, die man aufgrund der Pandemie und des „Problemfensters“ in den letzten Spielzeiten nicht präsentieren konnte. Leider passte die erneut starke Choreo nicht zur sich anschließenden eher lethargischen Stimmung der Nordkurve und dem ebenso ideenlosen Auftritt der Knappen. Königsblau startete mit Dzeko auf der Bank und einem größtenteils harmlosen Ansatz auf dem Rasen. Auf Seiten der Roten Teufel lief es zum Glück weder auf den Rängen noch auf dem Platz wirklich besser. Folgerichtig ging es mit einem torlosen Remis in die Pause.

Bibbernd durchstanden Kirsten, Andre und ich die 15 Minuten, ehe es zwischen beiden Teams nun etwas intensiver zur Sache ging. Beinahe hätte eine Doppelchance von Porath und später Becker (58.) Schalkes spielerische Mängel übertüncht und die 1:0-Führung gebracht. Stattdessen geriet Schalke wenige Augenblicke später durch einen Kopfballtreffer des FCK-Jokers Prtajin in Rückstand (61.). Anders als oft gegen den S04 gesehen, brachten die Hausherren keinen wirklichen Druck aufs Tor der nun führenden Lauterer zustande. Stattdessen sorgten ein Konter und abermals Prtajin für eine bequeme, weil späte 2:0-Führung der Gäste (84.). Tatsächlich schreibt der Fußball jedoch ab und an wilde Geschichten. Zum Beispiel die vom zwischenzeitlich eingewechselten Hoffnungsträger Dzeko, der wenig später einen hohen Ball unnachahmlich runterpflückte und in der Drehung den Anschlusstreffer erzielte (87.). Plötzlich war die Hoffnung auf einen Punktgewinn greifbar und der S04 konnte dank Karamans Ausgleich in der Schlussminute, die sich anbahnende Krise abwenden oder zumindest abfedern. Der Tabellenführer wird sich in den kommenden Spielen jedoch deutlich steigern müssen und darf sich nicht vom vermeintlich positiven Ausgang der Achterbahnfahrt gegen den FCK blenden lassen.