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Wappen RAAL La Louvière   RAAL LA LOUVIERE 0
     
logo_ohl   OH LEUVEN 0
Halbzeitstand 0:0
 
Sa., 27.12.2025 - 16:00 Uhr
Tore: Fehlanzeige
   
   
   
   
   
   
   
   
Nouveau Stade RAAL, La Louviere
8.000 Zuschauer
Pro League (BE I)
20. Spieltag 25/26
 
 
Ticket: 20 Euro - E-Ticket - Sitzplatz Kurve
Verpflegung: 4 Euro - Hot Dog / 5,50 Euro - Bier 0,5l (Jupiler)
 
 
 
 
 
 

Mit Lynns Geburt im Januar war früh klar, dass mein Hopping-Jahr 2025 ein anderes werden würde. Natürlich fuhr ich die Spielanzahl und vor allem die Reisetätigkeit stark zurück. Trotzdem konnte ich viele der für mich relevanten Ligen bereits vor dem Jahreswechsel komplettieren und tastete mich in Belgien und den Niederlanden erstmals an die zweigleisigen Amateurklassen heran. Auch wenn es an der Zeit für Rückblicke und Resümees ist, wartete auf mich noch ein kleines Highlight. Mit langer Vorlaufzeit hatte die Partie zwischen La Louviere und Leuven den Weg in meinen Terminkalender gefunden. Der Spieltag der belgischen Pro League zwischen Weihnachten und Silvester bot sich perfekt an, um das neue Stadion des Erstliga-Aufsteigers aus dem Hennegau zu besuchen. Seit meinem letzten Besuch vor ziemlich genau sechs Jahren ist hier viel geschehen. Das in die Jahre gekommene und weitläufige Stade du Tivoli ist zwar noch nicht Geschichte, wird aber nicht mehr von den Profis des RAAL La Louviere bespielt. Zudem misst sich der damalige Drittligist nun mit Clubs wie Brügge oder Anderlecht in Belgiens höchster Spielklasse.

Auch der Zuspruch war heute ein anderer. Kickte der Verein mit seiner reichen Geschichte aus Fusionen und Neugründungen 2019 vor knapp 500 Zuschauern, kamen nun sieben- bis achttausend Menschen zu den Heimspielen in die neue Arena. Diese wurde direkt neben das Tivoli-Stadion gesetzt und von dessen Flutlichtmasten überragt. Aufgrund des beschriebenen Andrangs und der für meine Verhältnisse späten Anreise musste ich etwas weiter entfernt parken. Bereits auf dem Weg sah ich einige deutsche Kennzeichen und griff ab und an deutsche Satzfetzen aus den Gesprächen um mich herum auf. Natürlich war diese Ansetzung in der toten Zeit „zwischen den Jahren“ ein Fest für die deutsche Hopper-Klasse. Vielen dürfte es beim Besuch um reine Beschäftigung oder den Haken hinter der Hütte gegangen sein. Die „easi Arena“ selbst war nämlich nichts Besonderes. Ein einfacher und zweckmäßiger Bau ohne große Reize fürs Auge. Trotzdem sollte man die Fassadengestaltung mit mehreren Kunstwerken sowie die „Flutlicht-Kerzen“ positiv erwähnen. Auch der Blick auf die Wohnblöcke war, wie schon im Tivoli, ein kleines Highlight.

Bei sonnigem, aber kalten Winterwetter präsentierte sich der Ground zudem in einem tollen Licht. Jetzt musste vor nahezu vollem Haus nur noch die Partie gegen OH Leuven liefern. Mit meinem Bier und einem abartig lapprigen Hot Dog nahm ich auf einer der Hintertortribünen - wie sollte es anders sein - zwischen zwei Gruppen Deutscher Platz. Spätestens als einer der Strategen den stillen Protest der Hausherren und deren Plakat mit „Kann einer Übersetzen, ich kann kein Belgisch“ kommentierte, wusste ich, dass ich mich gleich auf einen der freien Plätze in der Stadionecke verziehen würde. Von dort aus beobachtete ich in Ruhe ein Spiel, das ein richtiger Kracher hätte werden können. Die Hausherren schossen gegen die Konkurrenz im Tabellenkeller zwei schnelle Tore, die jedoch beide vom VAR einkassiert wurden. Beide Treffer fielen direkt vor meiner Nase und ich habe noch immer keinen Schimmer, was die Offiziellen an diesen auszusetzen hatten. Zwei weitere Video-Entscheidungen zu Ungunsten der RAAL später, ging es torlos in die Pause. Leider brachte der zweite Durchgang nur bittere Kälte und keine Tore. Immerhin verabschiedete mich die aktive Szene der Hausherren mit einem sehenswerten Kurvenbild samt Pyro-Einsatz in die kurze Winterpause. Auf ein Neues in 2026!